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Politische Verfolgung in der Bonner Republik (1949–1990)

Die Bonner Republik (1949–1990) war geprägt vom Spannungsfeld zwischen dem Aufbau einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung und präventiver staatlicher Repression im Kalten Krieg. Obwohl das Grundgesetz Bürgerrechte garantierte, führten Antikommunismus und Sicherheitsdenken zu einschneidenden Maßnahmen gegen Andersdenkende und Systemkritiker. Auf dieser Seite beleuchten wir die historischen Hintergründe zentraler Ereignisse wie dem KPD Verbot, dem Radikalenerlass, Berufsverboten sowie der Rolle der Justiz und der Geheimdienste in Westdeutschland.

Kurt Holl

Kurt Holl – Ein politisch verfolgter, unbequemer Kölner

    Im Kontext des Radikalenerlasses war Kurt Holl ein prominenter Fall politischer Verfolgung in Köln. Der Erlass wurde 1972 eingeführt und hatte das Ziel, Personen, die als “verfassungsfeindlich” galten, vom öffentlichen Dienst auszuschließen. In der Praxis…