Zum Inhalt springen

Wie Helene Fischer, Grönemeyer, Campino, Kerkeling und Co. die Entmenschlichung der Opposition und deren Wählerschaft vorantreiben — späte Einsicht beim Hofsänger Monchi

In total­itären und autoritären Sys­te­men der deutschen Geschichte wie der DDR gehörte es stets zur Ker­nauf­gabe der staat­sna­hen Intel­li­gen­z­i­ja und Kün­stler­schaft, die ide­ol­o­gis­chen Vor­gaben der Herrschen­den emo­tion­al aufzu­laden und das Volk auf den Kurs der Elite einzuschwören. Wo Argu­mente ver­sagen und die reale Poli­tik zu Dein­dus­tri­al­isierung, Infla­tion und sozialer Spal­tung führt, schlägt die Stunde der moralis­chen Schar­frichter im Ram­p­en­licht. In der Berlin­er Repub­lik der Gegen­wart erleben wir eine beispiel­lose Ver­ro­hung des Diskurs­es, orchestri­ert von ein­er sys­temkon­for­men Kul­ture­lite. Unter dem Deck­man­tel des „Kampfes gegen Rechts“ betreiben Iko­nen der Kul­turszene eine sys­tem­a­tis­che Ent­men­schlichung, Aus­gren­zung und Krim­i­nal­isierung von Mil­lio­nen Bürg­ern und der demokratis­chen Oppo­si­tion.

Das Phänomen der „Hofkünstler“ im modernen Staatsschutz

Wer geglaubt hat­te, Kun­st und Kul­tur stün­den in ein­er Demokratie grund­sät­zlich in kri­tis­ch­er Dis­tanz zur staatlichen Macht, wird in der Bun­desre­pub­lik des Jahres 2026 eines Besseren belehrt. Die ein­stige Avant­garde der Rebel­lion hat sich in eine priv­i­legierte Gefol­gschaft ver­wan­delt, die über Sub­ven­tio­nen, öffentlich-rechtliche Sende­plätze und staatliche Ausze­ich­nun­gen eng mit dem poli­tis­chen Estab­lish­ment ver­flocht­en ist.

Die Auf­gabe dieser Akteure ist asym­metrisch: Sie sollen dort die moralis­che Ver­nich­tung des poli­tis­chen Geg­n­ers vol­lziehen, wo der for­male Rechtsstaat (noch) an ver­fas­sungsrechtliche Gren­zen stößt. Indem sie die Sprache sys­tem­a­tisch ent­gren­zen, bere­it­en sie den psy­chol­o­gis­chen Boden für admin­is­tra­tive Repres­sio­nen, Geheim­di­en­st­beobach­tun­gen und Parteiver­botsver­fahren.

Die Galerie der verbalen Scharfrichter: Bemerkenswerte Beispiele und Zitate

Die Bru­tal­isierung der Sprache fol­gt einem klaren Muster – der Her­ab­würdi­gung des poli­tis­chen Mit­be­wer­bers und sein­er Wäh­ler zu biol­o­gis­chen oder juris­tis­chen Unper­so­n­en. Hier eine (unvoll­ständi­ge) Auflis­tung:

Herbert Grönemeyer und die Sprache der Nazis

Vor Zehn­tausenden johlen­den Fans in der Dort­munder West­falen­halle rief der Sänger dazu auf, „Schul­ter an Schul­ter“ zusam­men­zuste­hen gegen das, was er als

“rechte Rat­ten”

beze­ich­nete. Seine unver­hoh­lene Forderung, man müsse dafür sor­gen, dass diese Men­schen

“wieder in ihren Löch­ern ver­schwinden”,

bedi­ent das klas­sis­che his­torische Vok­ab­u­lar der Dehu­man­isierung. Vom sicheren Luxus-Exil in Lon­don aus dik­tiert Gröne­mey­er der arbei­t­en­den deutschen Bevölkerung, wer ein legit­imer Bürg­er und wer ein Schädling ist.

Bei allem Respekt für das kün­st­lerische Werk und die eigentlich stets metapho­risch ansprechen­den Texte des Her­bert Gröne­mey­er: Unsere Analyse zeigt, dass er sich damit der Sprache der Nation­al­sozial­is­ten (Nazi-Sprech) bedi­ent, siehe Ent­men­schlichung durch Tierver­gle­iche. Als Poet der deutschen Sprache müsste er dies doch eigentlich wis­sen.

Anzeige

Trotz sein­er ent­men­schlichen­den Tierver­gle­iche wurde Gröne­mey­er im Juni 2026 mit dem renom­mierten Deutschen Nation­al­preis aus­geze­ich­net – über­re­icht aus­gerech­net vom ehe­ma­li­gen Vizekan­zler Sig­mar Gabriel (SPD). Dass ein Kün­stler für ver­bale Het­ze und das Schüren gesellschaftlich­er Spal­tung staat­stra­gend als „Vor­bild für eine offene Gesellschaft“ gead­elt wird, set­zt der moralis­chen Dop­pel­moral die Kro­ne auf. Was hier als „Ein­satz für demokratis­che Werte“ prämiert wird, ist in Wahrheit die Beloh­nung für die rück­sicht­slose, men­schen­ver­ach­t­ende Sprache gegen den poli­tis­chen Geg­n­er.

Helene Fischer meint zu wissen, wer unsere Gesellschaft “vergiftet” und die “Extremisten” und “Antidemokraten” sind

Auch der Schlager-Olymp ist vor der ide­ol­o­gis­chen Gle­ich­schal­tung nicht gefeit. Helene Fis­ch­er, deren Erfolg einst auf der Bre­ite eines unpoli­tis­chen Mil­lio­nen­pub­likums fußte, hat sich mit fol­gen­den Aus­sagen aktiv in die Front der staat­stra­gen­den Moral­is­ten ein­gerei­ht. Mit offen­sichtlichem Bezug zur AfD und deren Wäjler­schaft agi­tierte sie:

“Diskri­m­inierung, Ras­sis­mus, Hass und Gewalt vergiften unsere Gesellschaft. Ich will in einem offe­nen, tol­er­an­ten und vielfälti­gen Deutsch­land leben und wün­sche mir eine bunte Zukun­ft für unsere Kinder.“

Und weit­er:

“Wir müssen unsere Werte und unsere Demokratie jet­zt vertei­di­gen und dür­fen das Feld nicht den Anti­demokrat­en über­lassen. Bei den kom­menden Wahlen, in Deutsch­land und in Europa, wird entsch­ieden, in welchem Land wir zukün­ftig leben wer­den. Tut das Richtige, geht zur Wahl! Für die Demokratie und gegen die Extrem­is­ten!”

Dass sich ein Megas­tar für der­art drastis­che Aus­gren­zungssprache hergibt, verdeut­licht den enor­men Anpas­sungs­druck im Kul­turbe­trieb: Wer in öffentlich-rechtlichen For­mat­en oder sub­ven­tion­ierten Are­nen beste­hen will, muss sich als Teil der „Hal­tungskul­tur“ beweisen. Indem Fis­ch­er die Oppo­si­tion pauschal als „Gift“ beze­ich­net, fungiert sie als moralis­che Schar­frich­terin für das Estab­lish­ment – ein beze­ich­nen­der Beleg dafür, wie Kün­stler in der Berlin­er Repub­lik instru­men­tal­isiert wer­den, um die gesellschaftliche Spal­tung weit­er zu ver­tiefen.

Beleg:

Bela B und die Verlachung der Wähler

Auch der Schlagzeuger der Berlin­er Band Die Ärzte, Bela B (Dirk Felsen­heimer), rei­ht sich naht­los in die Pha­lanx der staat­stra­gen­den Ver­leumder ein. In seinen öffentlichen State­ments gab er die per­fide, von oben herab dik­tierte Losung aus:

„Nicht aufre­gen und über die ‚Adolf-für-Doofe-Partei‘ lachen!“

Diese bewusste sprach­liche Verknüp­fung zielt darauf ab, eine demokratisch gewählte, im par­la­men­tarischen All­t­ag agierende Oppo­si­tion­spartei direkt mit dem NS-Ter­ror­regime gle­ichzuset­zen und gle­ichzeit­ig deren Wäh­ler als moralisch und intellek­tuell min­derbe­mit­telt („für Doofe“) abzukanzeln. Das von Bela B propagierte „Aus­lachen“ ist eine bewusste Tech­nik der sozialen Exk­lu­sion: Dem oppo­si­tionellen Bürg­er wird die Ern­sthaftigkeit und Würde abge­sprochen, um ihn im All­t­ag gesellschaftlich zu isolieren.

Beleg:

Jan Delay und das „Unschädlichmachen“

Der Ham­burg­er Hip-Hop-Musik­er liefert die pop­kul­turelle Begleit­musik für den geheim­di­en­stlichen Maß­nah­men­staat. In Bezug auf demokratisch gewählte Poli­tik­er fordert er öffentlich, man müsse diese

“isolieren und unschädlich machen”

– eine For­mulierung, die direkt aus dem Vok­ab­u­lar total­itär­er Säu­berungswellen stammt.

Igor Levit und der Entzug der Identität

Der vom Sys­tem mit dem Bun­desver­di­en­stkreuz über­häufte Starpi­anist nutzt seine Reich­weite, um Wäh­lern der Oppo­si­tion per moralis­chem Dekret das Exis­ten­zrecht in der Nation abzus­prechen:

“Men­schen, die AfD wählen, haben ihr Recht, sich Deutsche zu nen­nen, ver­wirrt und ver­wirkt.”

Beleg:

Danger Dan und sein Traum von der Jagd auf Andersdenkende

Zusam­men mit Igor Lev­it ruft der Rap­per Dan­ger Dan gar zu ein­er sys­tem­a­tis­chen Jagd auf Ander­s­denk­ende auf. Kon­se­quent fordert er seine Hör­er auf, klan­des­tine Grup­pen zu bilden, die zu organ­isiert­er Mil­i­tanz bere­it sind. Den Opfern solle man „zu ihren Häusern, ihren Woh­nun­gen, den Tre­ff­punk­ten und Bars“ nach­laufen, um mit den aus­ge­späht­en Dat­en das berüchtigte „Antifaarchiv“ für spätere Anschläge zu füt­tern. Weil es zudem „so viele Faschos bei der Polizei“ gebe, müsse man das Heft des Han­delns „sel­ber in die Hand“ nehmen.

Mehr erfahren und Belege:

Carolin Kebekus und der „Bodensatz“

Im öffentlich-rechtlichen Rund­funk wird die Het­ze mith­il­fe von Zwangs­ge­bühren sog­ar insti­tu­tion­al­isiert. In ihren ARD-Shows degradiert Kebekus Mil­lio­nen regierungskri­tis­che Bürg­er und Steuerzahler pauschal als men­schlichen

“Boden­satz”

und Müll der Gesellschaft.

Hape Kerkeling und das „Kloakenwasser“-Prinzip

Auch Komik­er und Autor Hape Ker­kel­ing rei­ht sich in jene promi­nen­ten Stim­men ein, die poli­tis­che Auseinan­der­set­zung zunehmend in moralisch-absoluten Kat­e­gorien führen. In der ARD-Sendung Mais­chberg­er vertei­digte er ein möglich­es AfD-Ver­botsver­fahren und griff dabei zu ein­er drastis­chen Analo­gie: Wenn ein Glas Wass­er auch nur teil­weise mit „

“Kloak­en­wass­er”

ver­mis­cht sei, werde das gesamte Glas unge­nießbar und müsse weggeschüt­tet wer­den. Anschließend stellte er die rhetorische Frage: „Welch­er Idiot ist Mit­glied in ein­er Partei, die teil­weise recht­sradikal ist?“

Die Meta­pher ist bemerkenswert, weil sie poli­tis­che Dif­ferenz nicht als demokratis­chen Stre­it, son­dern als Form der Verun­reini­gung beschreibt. Wo poli­tis­che Grup­pierun­gen sprach­lich mit etwas Unreinem oder Wegzuw­er­fen­d­em ver­glichen wer­den, ver­schiebt sich der Diskurs vom Argu­ment zur moralis­chen Deklassierung. Nicht mehr die konkrete Posi­tion ste­ht im Mit­telpunkt, son­dern die Vorstel­lung, bes­timmte poli­tis­che Milieus seien grund­sät­zlich außer­halb des legit­i­men Mei­n­ungsspek­trums anzusiedeln.

Beleg:

Udo Lindenberg und die Sprache der moralischen Fronten

Auch Panikrock­er Udo Lin­den­berg zählt seit Jahren zu den laut­starken Stim­men gegen Rechts. Seine Wort­wahl bewegt sich dabei zwis­chen poli­tis­chem Engage­ment und schar­fer moralis­ch­er Ver­dammung. Björn Höcke beze­ich­nete er öffentlich als „echt­en Fascho“, sprach von

“kalter Kotze”

und warnte vor

“rück­wärts­ge­wandten Ras­sis­ten, Het­zern und men­schen­feindlichen Brand­s­tiftern.”

In sozialen Medi­en kur­sierten zudem For­mulierun­gen wie „braune Idioten“ und „Faschos ver­pisst euch“. Auf­fäl­lig ist jedoch, dass Lin­den­berg zugle­ich eine Gren­ze zieht:

Nicht jed­er Anhänger oder Wäh­ler müsse als „aussätziger Idiot“ behan­delt wer­den; man müsse ver­suchen, Men­schen wieder zu erre­ichen. Ger­ade diese Ambivalenz macht seine Posi­tion bemerkenswert. Klare Feind­markierung gegenüber ide­ol­o­gis­chen Geg­n­ern, aber nicht immer die voll­ständi­ge Ver­w­er­fung aller, die ihnen fol­gen.

Belege:

Marius Müller-Westernhagen und die „zu dumm für Demokratie“-Diagnose

Auch Mar­ius Müller-West­ern­hagen beteiligte sich an der poli­tis­chen Moral­isierung gesellschaftlich­er Kon­flik­te, wenn auch weniger mit Tier- oder Krim­i­nal­itätsmeta­phern als mit einem Urteil über die poli­tis­che Reife der Bevölkerung. In einem Inter­view erk­lärte er mit Blick auf Brex­it und Trump, die Men­schen seien über Jahre „der­art ent­poli­tisiert wor­den, dass sie zu dumm für Demokratie gewor­den sind“. Zugle­ich attestierte er Bewe­gun­gen wie Pegi­da oder der AfD ein man­gel­ndes demokratis­ches Bewusst­sein. Bemerkenswert ist dabei die dop­pelte Botschaft:

Ein­er­seits erk­lärte West­ern­hagen die Wut viel­er Bürg­er als Folge sozialer und wirtschaftlich­er Span­nun­gen für nachvol­lziehbar; ander­er­seits ver­band er diese Entwick­lung mit einem pauschalen Zweifel an der demokratis­chen Urteil­skraft bre­it­er Bevölkerung­steile. Wo poli­tis­che Fehlentschei­dun­gen nicht mehr als Aus­druck legit­imer, wenn auch möglicher­weise falsch­er, Präferen­zen gel­ten, son­dern als Zeichen demokratis­ch­er Unreife, ver­schiebt sich der Diskurs von der Debat­te über Inhalte hin zur Bew­er­tung der geisti­gen oder poli­tis­chen Befähi­gung der Bürg­er selb­st.

Beleg:

Wolfgang Niedecken (BAP) und die historische Delegitimierung

Wolf­gang Niedeck­en, Front­mann von BAP, gehört seit Jahren zu den promi­nen­testen musikalis­chen Stim­men gegen Recht­sex­trem­is­mus und die AfD. Seine Kri­tik über­schre­it­et dabei bisweilen die Gren­ze von der poli­tis­chen Ablehnung zur his­torischen Dele­git­imierung. Beson­ders präg­nant for­mulierte er, die AfD sei

“so wenig eine Alter­na­tive für Deutsch­land wie die DDR demokratisch war”

und man müsse mit allen demokratis­chen Mit­teln ver­suchen, diese Partei zu ver­hin­dern. Der Ver­gle­ich ist bemerkenswert, weil er nicht einzelne Posi­tio­nen oder Akteure kri­tisiert, son­dern der gesamten Partei den demokratis­chen Charak­ter abspricht. Damit ver­schiebt sich die Debat­te vom poli­tis­chen Wet­tbe­werb zur Frage grund­sät­zlich­er Legit­im­ität. Ein rhetorisch­er Schritt, der poli­tis­che Geg­n­er nicht mehr primär als Mit­be­wer­ber, son­dern als Gefahr für das demokratis­che Sys­tem erscheinen lässt.

Belege:

Feine Sahne Fischfilet und die Sprache der Fronten

Die Punkband Feine Sahne Fis­chfilet ste­ht seit Jahren für kom­pro­miss­losen Aktivis­mus gegen Recht­sex­trem­is­mus und poli­tis­che Rechte. Front­mann Jan „Monchi“ Gorkow fordert öffentlich „klare Kante gegen die Recht­en“ und beschreibt sein Engage­ment aus­drück­lich als Gegen­wehr gegen einen gesellschaftlichen Recht­sruck. Die Sprache der Band arbeit­et dabei häu­fig mit deut­lichen Frontlin­ien statt mit poli­tis­ch­er Dif­feren­zierung. In Inter­views sprach Monchi über gewalt­bere­ite Neon­azis als „Schweine“, die wieder Häuser anzün­den woll­ten, und betonte, dass bloßes Parolen­rufen nicht genüge, son­dern aktiv­er Wider­stand nötig sei.

Zugle­ich zeigt sich bei Feine Sahne Fis­chfilet eine inter­es­sante Ambivalenz: Während die Band rhetorisch stark polar­isiert, lehnt sie neuere For­men voll­ständi­ger sozialer Abschot­tung teil­weise ab und hin­ter­fragt die Hal­tung, mit AfD-Anhängern grund­sät­zlich nicht mehr zu reden. Damit verbindet sich kämpferisch­er Antifaschis­mus mit ein­er Sprache, die poli­tis­che Kon­flik­te häu­fig als gesellschaftliche Frontstel­lung beschreibt, ohne jedoch zwin­gend jede Kom­mu­nika­tion aufzugeben. 

Beleg:

Ganz neue Töne von Monchi

Bemerkenswert sind nun neue Aus­sagen von Monchi im Pod­cast von “Ronzheimer”. Mit Bezug auf die 54 Prozent AfD-Wäh­ler in seinem Dorf meint er:

“Je näher ich an den Men­schen bin, umso schw­er­er fällt mir das Has­sen.”

Und weit­er:

“Früher haben wir vor Wahlen ständig ‚Wählt nicht XY‘-Aufrufe raus­ge­hauen. Wir waren ganz vorn dabei, kon­nten nicht laut genug und nicht oft genug sagen, wie scheiße wir Nazis und die AfD find­en.”

Heute hält er sich zurück, so Monchi. 

In einem Inter­view mit dem Tagesspiegel kri­tisiert Monchi die Antifa mit fol­gen­den Worten:

“Ich glaube, einige Lap­pen müssen sich sel­ber Faschis­ten erschaf­fen, damit sie sich als sta­bile Antifaschis­ten fühlen.“

Dieser Kri­tik schließen wir uns an.

Belege:

Campino (Die Toten Hosen) und seine drastische Kriminalisierung des politischen Gegners

Campino, Sänger der Punkband Die Toten Hosen, zählt seit Jahrzehn­ten zu den poli­tisch engagierten Stim­men der deutschen Musik­szene. Seine Sprache gegenüber der AfD über­schre­it­et dabei bisweilen die Gren­ze klas­sis­ch­er poli­tis­ch­er Kri­tik und arbeit­et mit krim­i­nal­isieren­den Zuschrei­bun­gen. Beson­ders deut­lich for­mulierte er dies mit dem Satz:

“Die AfD ist eine Bande von Ver­brech­ern.”

Die Wort­wahl ist bemerkenswert, weil sie nicht einzelne Aus­sagen oder Akteure kri­tisiert, son­dern eine gesamte poli­tis­che For­ma­tion kollek­tiv mit Krim­i­nal­ität verknüpft. Gle­ichzeit­ig ver­tritt Campino jedoch keine reine Angst- oder Auss­chlussrhetorik. In Fernse­hdiskus­sio­nen warnte er davor, sich von AfD oder BSW „vor sich hertreiben“ zu lassen, und kri­tisierte panis­che Reak­tio­nen des poli­tis­chen Estab­lish­ments. Damit verbindet sich bei den Toten Hosen eine dop­pelte Lin­ie: scharfe moralis­che und sprach­liche Dele­git­imierung auf der einen Seite, der Appell zu poli­tis­ch­er Gelassen­heit auf der anderen.

Belege:

Jan Böhmermann und die Satire als politische Kampfzone

Jan Böh­mer­mann ste­ht exem­plar­isch für einen Teil des mod­er­nen Kul­turbe­triebs, in dem poli­tis­che Satire zunehmend die Rolle moralis­ch­er Inter­ven­tion übern­immt. Seine Arbeit richtet sich regelmäßig gegen rechte und pop­ulis­tis­che Bewe­gun­gen, die er nicht primär als poli­tis­che Konkur­renz, son­dern als demokratis­che Gefahr darstellt. Charak­ter­is­tisch ist dabei eine Sprache der öffentlichen Demon­tage und Zus­pitzung. For­mulierun­gen wie

“Nazis keulen”

mit Bezug zur AfD oder Kam­pag­nen wie „Recon­quista Inter­net“ markieren einen Stil, der poli­tis­che Geg­n­er satirisch entwertet und gle­ichzeit­ig gesellschaftliche Mobil­isierung anstrebt.

Anders als klas­sis­che Beschimp­fungs- oder Ent­men­schlichungsrhetorik beruft sich Böh­mer­mann dabei auf das Instru­ment der Satire. Ger­ade darin liegt die Beson­der­heit seines Falls. Die Gren­ze zwis­chen kün­st­lerisch­er Pro­voka­tion, poli­tis­chem Aktivis­mus und moralis­ch­er Dele­git­imierung wird bewusst ver­wis­cht und zur eigentlichen Bühne des Kon­flik­ts gemacht.

Belege:

Fazit: Der Verrat der Künstler an der Freiheit

Die Bun­desre­pub­lik im Jahr 2026 zeigt ein erschüt­tern­des Bild: Die ein­sti­gen Rebellen und Denker sind zu den willfähri­gen Voll­streck­ern ein­er autoritären Poli­tik gewor­den. Kün­stler wie Helene Fis­ch­er, Her­bert Gröne­mey­er, Campino, Jan Delay, Igor Lev­it, Udo Lin­den­berg oder Car­olin Kebekus nutzen ihre Reich­weite nicht, um die Macht der Regieren­den zu hin­ter­fra­gen – was die his­torische Pflicht echter Kun­st wäre –, son­dern um als ver­längert­er Arm der Regierung auf Ander­s­denk­ende ver­bal einzuschla­gen.

Auch wenn wir hier­mit die kün­st­lerische Leis­tung von oben genan­nten Musik­ern und Come­di­ans aus­drück­lich anerken­nen und respek­tieren, müssen wir entset­zt fest­stellen:

Wer Mil­lio­nen von Bürg­ern ent­men­schlicht und deklassiert, vertei­digt nicht die Demokratie, son­dern bere­it­et den psy­chol­o­gis­chen Boden für den Total­i­taris­mus.

Diesen Beitrag gegen poli­tis­che Ver­fol­gung teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schlagwörter: