Politische Verfolgung durch den Iran gibt es nicht nur innerhalb der eigenen Grenzen: Während die Weltöffentlichkeit auf die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten blickt, führt das Mullah-Regime einen verdeckten Krieg gegen Dissidenten auf deutschem Boden. Berlin, Hamburg und Köln sind im Jahr 2026 Schauplätze einer systematischen Verfolgung, die darauf abzielt, die Exil-Opposition mundtot zu machen.
Die Strategie der grenzenlosen Angst
Transnationale Repression ist kein neues Phänomen, hat aber im Zuge der „Frau, Leben, Freiheit“-Bewegung eine neue Qualität erreicht. Das Regime in Teheran nutzt ein Arsenal an Methoden, um Kritiker in Deutschland zu neutralisieren:
- Digitale Überwachung & Spyware: Aktivisten werden gezielt mit hochentwickelter Schadsoftware angegriffen. Ziel ist der Zugriff auf Kommunikationsnetzwerke, um Kontaktpersonen im Iran zu enttarnen – was für diese oft die Hinrichtung bedeutet.
- Sippenhaft als Druckmittel: Dies ist die effektivste Waffe. Dissidenten in Deutschland erhalten Drohanrufe, in denen Details über den Aufenthaltsort ihrer Eltern oder Geschwister im Iran genannt werden. Die Botschaft: „Schweig in Berlin, wenn deine Familie in Teheran überleben soll.“
- Physische Einschüchterung: In deutschen Großstädten werden prominente Exil-Iraner offen auf der Straße fotografiert oder von Fahrzeugen mit Diplomatenkennzeichen verfolgt. Diese „Präsenzmarkierung“ signalisiert die ständige Verfügbarkeit des Regimes.
Infiltration und Kulturarbeit als Tarnung
Ein zentraler Pfeiler der Repression ist die Nutzung legaler Strukturen. Trotz des Verbots des Islamischen Zentrums Hamburg (IZH) im Jahr 2024 haben sich neue Netzwerke gebildet.
- Tarnorganisationen: Scheinbar harmlose Kulturvereine und religiöse Stiftungen dienen als Rekrutierungs- und Informationszentralen für den iranischen Geheimdienst (MOIS).
- Einsatz von kriminellen Netzwerken: Um staatliche Verantwortung zu verschleiern, beauftragt Teheran zunehmend Akteure aus der organisierten Kriminalität für Brandanschläge oder tätliche Angriffe auf Oppositionelle in Europa.
Die Berliner Liste
Im Februar 2026 wurde bekannt, dass iranische Agenten eine detaillierte Datenbank mit Profilen von über 600 in Deutschland lebenden Kritikern angelegt haben. Diese Liste umfasst nicht nur politische Aktivisten, sondern auch Journalisten, Künstler und Akademiker, die sich kritisch zum Regime geäußert haben.
- Folge: Viele Betroffene ziehen sich aus der Öffentlichkeit zurück, was zu einer massiven Einschränkung der Meinungsfreiheit innerhalb Deutschlands führt.
Kritik an der deutschen Sicherheitspolitik
Wir dokumentieren das Spannungsfeld zwischen diplomatischer Zurückhaltung und dem Schutz der Bürgerrechte:
- Lückenhafter Schutz: Während der deutsche Staat massiv gegen interne Dissidenten vorgeht, fühlen sich viele Exil-Iraner vom Verfassungsschutz im Stich gelassen, wenn es um reale Bedrohungen durch ausländische Killerkommandos geht.
- Missbrauch von Interpol: Das Regime nutzt zunehmend „Red Notices“, um unliebsame Kritiker weltweit zur Fahndung auszuschreiben und ihre Reisefreiheit einzuschränken.
Analyse: Repressions-Matrix im Exil (Stand 2026)
| Methode | Zielsetzung | Auswirkung in Deutschland |
| Doxxing & Rufmord | Soziale Isolation | Verlust von Arbeitsplätzen / Angst im sozialen Umfeld |
| Erpressung via Familie | Politisches Schweigen | Psychische Zermürbung der Aktivisten |
| Cyber-Angriffe | Aufdeckung von Netzwerken | Gefährdung von Informanten im Iran |
| Physische Gewalt | Totale Ausschaltung | Klima der Angst in der gesamten Community |
Fazit: Deutschlands Souveränität steht auf dem Prüfstand
Wenn ein ausländisches Regime auf deutschen Straßen Jagd auf Menschen macht, die hier Schutz suchen, ist dies ein Angriff auf das Grundgesetz. Transnationale Repression darf nicht als „bilaterales Problem“ abgetan werden. Wir fordern einen wirksamen Schutzraum für die iranische Opposition.
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